Anfang 2008 versandten wir eine Imagebroschüre, die unsere neue Firmenstruktur nochmals erklärte. Gleichzeitig erhielten alle unsere Kunden eine neue Dokumentation, die die Leistungen der einzelnen Geschäftsbereiche erklärte. Unser Wille, anders als alle anderen aufzutreten und andere Produkte anzubieten als unsere direkte Konkurrenz, wurde dadurch deutlich. Das Echo war durchwegs positiv. Unser Motto: «Vernetztes Wissen, vernetztes Denken, vernetztes Handeln» wurde offensichtlich verstanden. Einige Kunden äusserten sich sogar spontan mit Komplimenten. Vielleicht ist dies einer der Gründe, weshalb wir den Nettoerlös von CHF 22,777 Mio. auf CHF 25,575 Mio. anheben konnten. Der Umsatzzuwachs stammt vorwiegend aus den neuen Geschäftsbereichen.
Jahresbericht 2007
Die Lehrerin fragt die Klasse: «Wie heisst die Hauptstadt von Island?» Peter meldet sich sofort: «Reykjavik!» «Sehr gut, Peter. Und wie heisst die Hauptstadt von Australien?» Fritz, der neben Peter sitzt, muss nicht lange überlegen. Schliesslich gehört er zum strebsamen und erfolgreichen Teil der Klasse. Er weiss auch schon, was er mal werden will: Manager!
«Reykjavik!», ruft er nach vorne. Wäre ja gelacht, wenn er mit der gleichen Antwort nicht auch ein Lob der Lehrerin erhalten würde, wie Peter vor ihm.
«Falsch, Fritz», antwortet die Lehrerin und schüttelt den Kopf. Auf unterschiedliche Fragen ein und dieselbe Antwort zu geben, ist leider nicht gut, nicht einmal ausreichend.
Was in der Schule gilt, trifft erst recht auf das Management zu. Standardantworten helfen nicht weiter. Tüchtig sein genügt nicht mehr. Vor allem dann nicht, wenn das, was man tut, dasselbe ist, was alle tun! Gut, dann müssen wir eben besser werden. Jeden Tag, kontinuierlich, ständig. Nur leider führt auch das nicht mehr sicher zum Erfolg. Denn jeden Tag ein bisschen besser zu werden, ist heute Standard, gerade mal die Eintrittskarte für den globalen Wettbewerb, die Erlaubnis zum Mitspielen. Besser sein ist gewöhnlich, mehr nicht. Anders sein ist die Lösung! Andere Antworten finden auf die immer gleichen Fragen unserer Kunden. Nicht nur schneller, billiger und schöner, sondern grundsätzlich anders. Das ist der Weg zum Erfolg. Mit unserem konsequenten Schritt zu einem Print & Medien-Unternehmen und dem entschlossenen Ausbau von Nischenmärkten sind wir dem Ziel, uns von der Konkurrenz abzuheben, deutlich näher gekommen.
Aussergewöhnliche Antworten auf aussergewöhnliche Fragen
Nach wie vor ist unsere Branche mit vielen Problemen konfrontiert. Im vergangenen Jahr ist es uns gelungen, den Betrieb für künftige Herausforderungen aufzustellen. Trotzdem wird es auch im kommenden Jahr notwendig sein, mutige Lösungen zu entwickeln, um unseren Erfolg nachhaltig zu sichern.
Jürg Konrad
Vorsitzender der Geschäftsleitung
Quelle: Alles, ausser gewöhlich: Provokative Ideen für Manager, Märkte, Mitarbeiter (A. Förster und P. Kreuz); Econ-Verlag